Vier Menschen in Anzügen von hinten, alle sind bunt und mit verschiedenen Frisuren.

Tschüss, Professionalitätsfalle: Mehr Persönlichkeit für Unternehmen

Heutzutage ist es wichtiger als je zuvor, dass sich Unternehmen – unabhängig von ihrer Größe – von der Masse abheben. Während Produkte und Dienstleistungen in der Regel austauschbar sind, ist es die Identität deiner Marke, die für Käufer:innen wirklich einen Unterschied macht. Wenn dein Unternehmen Persönlichkeit zeigt, kann es eine Beziehung zu ihren Kund:innen aufbauen – worauf wartest du also noch?

Sofern die Dienstleistung oder das Produkt deines Unternehmens nicht wirklich einzigartig ist, entweder weil deine Nische klitzeklein ist oder es dein Angebot auf dem Markt tatsächlich noch nicht gibt, musst du dich auf einen harten Konkurrenzkamp gefasst machen. Denn sich gegen Firmen mit einem ähnlichen Angebot durchzusetzen, wird auch aufgrund der der Globalisierung leider immer schwieriger.

Dazu kommt die Tatsache, dass veröffentlichte Inhalte immer kurzlebiger werden und oft mithilfe von KI wie ChatGPT erstellt werden, was zu einer völlig austauschbaren Kommunikation führt. Um dagegen anzukämpfen, müssen deine Inhalte daher eine von zwei Anforderungen erfüllen, um dennoch Erfolg zu haben: Sie müssen entweder so einzigartig und innovativ sein und so viel Mehrwert bringen, dass sie nicht ignoriert werden können – oder sie müssen unterhaltsam genug sein oder so guten Anklang finden, dass die Leute sie gerne lesen, auch wenn du nicht das Rad neu erfunden hast.

Und nachdem die meisten von uns aus offensichtlichen Gründen das Rad nicht neu erfinden, gibt es tatsächlich eine recht einfache Lösung, wie du dafür sorgen kannst, dass die Leute deine Unternehmenskommunikation trotzdem gerne lesen: gib deinen Inhalten Persönlichkeit! 🤩

Professionalität war gestern – wir wollen Unternehmen mit Persönlichkeit!

Okay, okay, das ist natürlich nur die halbe Wahrheit … Professionalität ist in der Business-Welt bis zu einem gewissen Grad natürlich durchaus wichtig und hat ihre Berechtigung.

Aber tatsächlich bin ich der Meinung, dass der Ausdruck „Professionalität“ meistens missverstanden wird. Und zwar ganz besonders von Freiberuflichen und KMU, die oft denken, dass sie besonders ernst, objektiv und formell auftreten müssen, um neben den Big Playern bestehen zu können und als professionell wahrgenommen zu werden.

Ich nenne das gerne die „Professionalitätsfalle“ und auf der ganzen Welt fallen unglaubliche viele Selbstständige und Firmen da rein – besonders, wenn sie Ihr Unternehmen gerade erst aufbauen. Und ja, mir ist das damals auch passiert. 🙈

Dass so viele Leute in die Professionalitätsfalle tappen liegt meiner Meinung nach daran, dass wir vor allem zu Beginn unserer Karriere oft vom Imposter-Syndrom geplagt sind. Bei manchen von uns ist das stärker ausgeprägt, bei anderen schwächer, aber es gibt nur wenige Menschen, die davon überhaupt nicht betroffen sind. 

Um dem entgegenzuwirken, denken viele von uns, dass wir extra professionell auftreten müssen, um unsere Kund:innen (und, sind wir mal ehrlich, uns selbst) davon zu überzeugen, dass wir einen Platz in unserer Branche haben. Und das führt leider oft zu einem steifen, unpersönlichen (Online-)Auftritt, der keinen Eindruck bei unseren Kund:innen hinterlässt. Statt also aufzuzeigen, was das eigene Unternehmen einzigartig macht, vermitteln viele Firmen ihren Kund:innen das Gefühl, dass das eigene Angebot völlig austauschbar ist und gehen so in der Masse unter. 

Was dabei leider viele vergessen, ist aber, dass sogar wenn du das gleiche Produkt oder den gleichen Service wie ein anderes Unternehmen verkaufst, es einen wichtigen Unterschied  gibt – und der bist du. Du bist dein wichtigster USP, dein größtes Alleinstellungsmerkmal! Zeig der Welt, wer du bist, was dein Unternehmen ausmacht und welche Werte es vertritt.

Lauter gelbe Bleistifte, deren Spitze nach unten schaut, nur einer schaut mit der Spitze nach oben und sticht so aus der Masse hervor.

Persönlichkeit in der Geschäftswelt, ohne Persönliches zu teilen – geht das?

Auf jeden Fall!

Viele Menschen gehen irrtümlicherweise davon aus, dass sie im Business-Kontext keine Persönlichkeit zeigen können, wenn sie ihr Privatleben schützen möchten – aber tatsächlich hat das eine fast nichts mit dem anderen zu tun. Persönlichkeit zu zeigen bedeutet nämlich nicht, dass du aus dem Nähkästchen plaudern und über dein Sexleben reden musst: Ob und was genau du online teilst, ist zu 100 % deine Entscheidung.

Denn Persönlichkeit zeigen kannst du auch ohne private Informationen. Es geht dabei weniger darum, Details in die Welt hinaus zuschreien, sondern vielmehr darum, eine bestimmte Stimmung zu erzeugen: Die Menschen merken dann ganz instinktiv, ob dein Unternehmen ihnen sympathisch ist, oder nicht (Letzteres mag zwar erstmal gruslig wirken, ist aber im Übrigen auch völlig okay 😉). Diese Stimmung erzeugst du einerseits durch Farben, Bilder und Design in deinem Auftritt, andererseits aber auch durch deine Worte. Idealerweise sind all diese Facetten aufeinander abgestimmt und erzeugen ein stimmiges Gesamtbild.

So zeigt mein Unternehmen Persönlichkeit, ohne privat zu werden:

  • Wenn du dich durch meine Website klickst, wird dir bald auffallen, dass mein Hund in den Bildern häufig vertreten ist, und dass ich viel über die Dinge rede, die mir im Privat- und im Berufsleben wichtig sind: Qualität, Zeit sinnvoll zu nutzen, Kreativität und Respekt, zum Beispiel. Worüber ich allerdings nicht rede, ist etwa mein Beziehungsstatus oder meine Familie.
  • Wenn du dir meine Posts auf LinkedIn ansiehst, wirst du merken, dass ich ganz viele Geschichten aus meinem Arbeitsleben teile und dabei immer eine persönliche Note hinzufüge. Indem ich dort die Dinge thematisiere, die mir zum Beispiel in meiner Arbeit oder einer Partnerschaft wichtig sind, zeige ich jede Menge Persönlichkeit – und muss dabei nicht ein einziges Detail meines Privatlebens preisgeben.

Unabhängig davon, welches Medium dein Unternehmen für seine Kommunikation nutzt, wirst du schnell merken, dass deine Inhalte erfolgreicher sind, wenn sie zwei Dinge sind: 1.) Müssen sie hochwertig sein (interessant, unterhaltsam, hilfreich) und 2.) müssen Sie die Persönlichkeit deiner Marke erfolgreich nach Außen kommunizieren.

Wie das zum Beispiel auf deiner Website geht, kannst du in diesem Artikel zum Thema erfahren.

3 Vorteile für Unternehmen, die online Persönlichkeit zeigen

  1. Indem du Persönlichkeit zeigst, gibst du Kund:innen die Möglichkeit, dich und dein Unternehmen kennenzulernen. Und das schafft Vertrauen! Wenn du die Dinge kommunizierst, die dir für dein Unternehmen wichtig sind, bekommen die Menschen ein Gefühl dafür, ob sie bei dir kaufen wollen oder ob sie gerne mit dir zusammenarbeiten würden. Wir alle kaufen gerne bei Unternehmen, bei denen wir den Eindruck haben, dass wir sie kennen – denn Kaufentscheidungen hängen ganz stark mit unserem Bauchgefühl zusammen! Wir entscheiden uns nämlich oft nicht für die „beste“ Firma, sondern vielmehr für die, bei der wir uns gut aufgehoben fühlen oder die uns sympathisch ist.
  2. Die Dienstleister:innen unter euch werden diesen Vorteil lieben: Indem du in deiner Geschäftskommunikation Persönlichkeit zeigst, formst du deinen Kund:innenstamm. Auch wenn es sich erstmal gruslig anfühlen mag, wenn du offen sagst, mit welcher Art Mensch du NICHT gerne zusammenarbeitest, ziehst du damit mehr von den Leuten an, mit denen du SCHON gerne arbeiten möchtest. Rede also darüber, was du in einer Business-Partnerschaft suchst, und welche Kund:innenprojekte dir ganz besonders viel Spaß gemacht haben und warum – so wirst du interessant für Leute, die deine Werte teilen und die sich dieselben Dinge von einer Zusammenarbeit wünschen.
  3. Selbstständige aufgepasst: Wenn du Persönlichkeit zeigst, musst du dich nicht mehr verstellen. Wenn du eine lustige Person bist, die gerne scherzt, und diese Charaktereigenschaft in deinem Tätigkeitsbereich nicht völlig unangebracht ist – zeig, wer du bist! Nur weil du du selbst bist, bist du noch lange nicht unprofessionell. Tatsächlich stellst du damit nur sicher, dass dein Unternehmen authentischer wird. Das bedeutet nicht nur mehr Spaß bei der Arbeit für dich, sondern auch, dass deine Kund:innen dich für ehrlich und vertrauenswürdig halten werden.

Wenn mein Artikel halbwegs gut ist, hat er dich hoffentlich davon überzeugt, aus der Professionalitätsfalle herauszutreten und auch im Arbeitsleben zu feiern, wer du bist. (Na, hat er’s geschafft? Nein, ernsthaft, hat er?)

Aber auch wenn dich mein Artikel überzeugt hat, bist du vielleicht noch unsicher, wie du das mit der Persönlichkeit am besten angehst. Vor allem für diejenigen von uns, die schon lange in der Professionalitätsfalle festsitzen, scheint es erstmal völlig unmöglich, plötzlich mit Persönlichkeit zu kommunizieren – aber auch für dieses Problem gibt’s eine Lösung: den Tone of Voice, auch bekannt als Markenstimme.

Keine Sorge, falls du davon noch nie etwas gehört hast. Kurz gesagt, wird in deinem Tone of Voice festgelegt, was genau die Persönlichkeit deiner Marke ausmacht und wie du diese am besten kommunizierst. Wir definieren sozusagen deine Markenstimme, was das Texten von Unternehmenskommunikation aller Art viel leichter für dich macht. Du musst dir damit nämlich nicht mehr den Kopf darüber zerbrechen, welche Formulierungen bei deiner Marke funktionieren und was du lieber nicht sagen solltest – du kannst es nämlich einfach im Tone of Voice nachlesen! 🥳

Falls dich das neugierig gemacht hat und du Interesse an deinem ganz persönlichen Tone of Voice hast, melde dich – ich helfe dir gerne dabei, deine Markenstimme eindeutig zu definieren.

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